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Tierhilfe - Bluemoon & Pfötchenfreunde e. V.

Briefe von Svetlana

Brief 16.10.2015

Liebe Regine und Birgitta,

nun ist ein Monat schon vergangen, seitdem du uns besucht hast Regine. Aber wir denken jeden Tag an Euch und an Daria und die anderen Mädels die uns auch schon besucht haben. Wirklich, Ihr seid immer dabei, bei allem, was wir tun und erzählen. Wir denken immer an Euch, wie schön es ist Euch zu haben! Wir erinnern uns an alle und an jeden aus Deutschland, der uns hilft. Und wir danken für Eure Hilfe. Danke dafür, uns beizustehen, uns nicht die Hilfe zu versagen! Danke an Euch, dieses Tierheim LEBT durch EUCH! Danke Euch dafür. Viele Hunde haben von Leid und Elend und Hunger erfahren, bevor sie zu uns ins Tierheim kamen und damit vor dem sicheren Tod gerettet wurden. Aber dies konnte nur geschehen durch Eure Hilfe! Jetzt können sie leben, und es macht uns glücklich, das zu sehen!!! Und auch dass lässt uns immer an Euch denken, Eure Herzlichkeit und Tierliebe!

Was wir jetzt zu tun haben:

Wir bereiten uns auf den Winter vor. Sorgen bereiten uns die erwachsene Hunde, die nicht auf den Straßen überleben können, z.b. ein Deutscher Schäferhund, mit Krebs, eine Stafford, der sehr mager ist, wir füttern sie, aber sie brauchen es auch warm. Wir müssen Öfen bauen in den Behausungen.

Wir bauen Wasserleitungen, verlegen Rohre, isolieren sie, damit das Katzenhaus sauber gemacht werden kann und ebenso die Decken und die Teppiche gesäubert werden können.

Wir haben Kohle für die Öfen gekauft, aber es ist auch immer schnell alles verbraucht! Eine neue Lieferung ist schon bestellt

Neue Hunde sind dazu gekommen. Z.B. kam ein sehr zarter und verspielter Terrier, er hatte Angst vor den Hunden, nach 6 Tagen ohne zu fressen, aus Protest oder Angst, haben wir ihn zu den Katzen gesellt...

Wir haben einen gelähmten Hund bekommen, sie hat einen gebrochenen Rückenwirbel. Er frisst jetzt ganz gut, ist fröhlich, versucht sich zu bewegen, aufzustehen. Wir würden uns sehr freuen, einen Rolli für Hunde zu bekommen, dann könnte sie sich alleine bewegen!!!

Momentan renovieren wir ein Zimmer für die kleinen Hunde, damit sie von der Straße kommen, und im warmen überleben können.

Wir machen weiter noch mehr Räume vorzubereiten, damit wir die größeren Hunde Rudel trennen können, und die Hunde in kleineren Räumen unterbringen können.

Vielen Dank für den Kühlschrank, er funktioniert super! Die Medikamente sind so gut aufbewahrt. Im Gefrierfach haben wir gerade Fisch, für die Katzen, der wurde uns von einem Super Markt geschenkt! Aber der Kühlschrank bietet genug Platz, so dass wir auch so etwas aufbewahren können. Regine, bitte sage der Dame, die geheiratet hat (Heike R.) und das Hochzeitsgeschenk, uns gespendet hat, wir wünschen Ihr großes Familienglück, Frieden und Liebe. Lass sie gesund sein. Und auch allen Menschen, die uns hier helfen wünschen wir Gesundheit! Jeden Sonntag gehe ich in die Kirche und bete für alle Menschen, die uns hier helfen! Ich werde auch versuchen immer wieder viele Fotos zu machen, über die Bauarbeiten im Tierheim von den Tieren. Im September wurden 12 Katzen kastriert. 7 Katzen wurden ausreisefertig gemacht und konnten nach Deutschland ausreisen. Weitere werden momentan vorbereitet.

Ich küsse Euch, ich umarme Euch und wünsche Euch ganz viel Glück.

Eure Svetlana.

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Hello dear Regina and Brigitta. A month has passed as you left us and we remember you and Dasha every day and all the girls who came to us.!0In fact, you are present in all our actions, conversations. We always remember that we have you ... We remember you all and remember everyone who helps us from Germany! and thank you for your help!.Thanks for being with us and not leaving us!. Thanks to you, this shelter LIVES .Only thanks to you!.In the SHELTER many dogs that have experienced much more grief and hardship and hunger and abuse before dying, but0these dogs are saved thanks to you. And now they live and we are happy , looking at them and always remember about you and your kind hearts .

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Our business :

1.We are now preparing for winter And so many worries about how to save adult dogs who will not survive on the street, such as the German shepherd, Louise patient Oncology, Stafford 0lean, we feed them, but they need heat.0We want to build a warm room.

2. We are building the Laundry, conduct pipes and water to clean the cat's house, and all rugs will be clean

3 we brought the coal for the stoves, but IT USED0quickly, so the new car is already ordered

4. new dogs entered to the shelter . there is a very delicate. for example the0toy0Terrier. He can't among dogs and 6 days without eating in protest and fear, so we put IT TO0 the cats.

5.We got a paralyzed dog, she has a broken0back.\.Now it eats well, is cheerful, tries to move, can and will rise. If possible we0need 0trolley0for dogs, front legs walking her and we would walk.

60we are currently repairing a0room for0puppies. and make them the exits to the street. they will live in warm and will run on the street

7.We continue to prepare space for the animals, and distribute animals, from the large flocks in small,0carpenters0are building boxes/

8 Thank you very much for the fridge, it0works fine., All medications will be conserve. There is a00fish for cats in frigge, One supermarket helped us free..Frigge is big and has enough space/

Regina tell this woman ( that married Heike R.), great family happiness, peace, peace and love. Let0her0be healthy and all people who help us - let will be healthy. On Sundays I go to Church and pray for all the people who help us. I will try to send photos as often as possible abiut0construction and animals. 12 cats was castrated in september , 7 animals was taken to Germany and0now0are preparing others.0I kiss you. Hug .I wish a lot of happiness. Your Svetlana.

 

Svetlana Konovalova



Wir sind tief berührt von dem Brief, den wir von Svetlana erhalten haben.
Sie hat sich sehr viel Zeit genommen, aus ihrem Leben zu berichten
und Daria hat ihn für uns übersetzt.

 

Meine lieben Deutschen Tierfreunde,

es fällt mir schwer über die Vergangenheit zu sprechen, aber ich möchte euch wissen lassen wie mein Leben vor euch aussah.

 

Der Name meines ersten Vereins hieß: staatliche Organisation für Tierschutz in Abakan damit kam auch der erste Prozess, der von dem Bürgermeister eingeleitet wurde, zu sehr wollte er so eine Tätigkeit nicht in Abakan haben.
Danach folgten reguläre Prozesse mit verschiedenen Beamten Hakasiens. Alle verlangten das ich meine Tätigkeit aufgebe und wollten die Tiere vernichten. Ich selber konnte mich nicht beschützen, den Prozess übernahm freiwillig eine tierliebe Frau, eine unglaubliche Person, die Tatjana Jejowa, die als Redakteur im staatlichen Fernsehen arbeitete.

Das Leben hat sich für mich gespaltet, auf der einen Seite unter dem Schutz von der Tatjana, wurde ich auf allen diesen Prozessen geachtet mit Vornamen und Nachnamen angesprochen, auf der anderen Seite, von allen die mich los haben wollten, war ich die Hundemutter benannt, die immer auf der suche nach Futter in die Mülltonnen
reinblickt, in jede Wohnung rein klopft um für Futterreste zu betteln.
Manche haben was gegeben, es gab auch Zeiten, wo ich aus dem Treppenhaus eines Hochgebäudes
mit leeren Händen raus kam. Ein Bekannter hat mir geraten, mich auf die Strasse zu setzen und zu betteln.
Ich suchte mir einen Platz gegenüber der Post zwischen zwei Bäumen aus und so sassen wir immer in Kälte und Regen.
Ich nahm immer einen Hund mit, wir nannten sie die Arbeiter , sie bettelten für das Futter genau so wie ich.

Aus dieser Zeit erinnere mich an sehr schweren Überlebenskampf.
In dem altem Tierheim standen immer zwei grosse Eimer, in welchen wir Viehfutter aufkochten,
von welchem wie nie genug hatten.
Vor allem für grosse, ehemalige Wohnungstiere, wie Doggen, Dobermann, Boxern.
Irgendwann starben die meisten wegen der Mangelernährung.

Während dessen gingen die Prozesse weiter. Sitzend auf der Strasse, war ich nur damit beschäftigt,
alle möglichen Zeitungen anzuschreiben, die mich eventuell in Schutz nehmen könnten.
Ich verstand nicht, warum ich so von diesen Männern gehasst wurde.

Danach überraschte mich eine schwere Krankheit. Ich bekam Onkologie der Brust.
Ich bekam einen Termin um den Tumor zu entfernen. Am Tag als ich dahin gehen sollte, und schon in der Klinik war,
bekam ich plötzlich Gänsehaut: Was wenn ich die Narkose gar nicht überlebe, was wird mit allen Tieren geschehen!
Meine innere Stimme sagte: So schnell wie möglich weg von hier! So habe ich es auch gemacht.
Und sie werdenes nicht glauben, innerhalb der nächsten 8 Jahre, verschwand der Tumor vollständig!
Was ich gemacht habe, ich habe gebetet, mich vegetarisch ernährt.

Nach der Erkrankung kam die nächste Überraschung, am 28 Februar 2008 um 19:00 kamen zwei Männer in Masken, mit Messern, die sie mir an die Kehle stellten. Was mich gerettet hat, war meine Arbeiterin, die eigentlich nie zur dieser Zeit
vorbei kam, doch sich spontan an diesem Tag entschlossen hat mich zu besuchen.
Die beiden Männern erschrocken sich und sind weg gelaufen.
Am Ende fand ich heraus, das man mein Grundstück zur dieser Zeit für 1,5 Millionen Rubel verkaufte.
Mein Grundstück war nicht auf mich eingeschrieben, es machte die Sache noch viel leichter. Meine
Hausnummer war von 67 schon auf 65 in den Unterlagen umgeändert worden, diese Hausnummer hatte auch das neben stehende Haus, das verkauft wurde.
Man müsste nur mein verfaultes Häuschen runterschlagen, mich umbringen, und die Tiere.

Ich fand den Menschen der dieses Grundstück zur dieser Zeit kaufte, es war ein ehrlicher Mann, der mir sagte: Wenn sie die Hausnummer wieder wechseln, wird sie keiner anfassen können.

Ein Jahr war ich hinter der Haus-Nummer her, vergebens, keiner wollte es mir zurück geben!

Doch es kam ein Wunder, der Bürgermeister, mittler Weile berühmt für seine schwarzen Werke, hat man aufgespürt.
Als ich das letzte Mal zu ihm ging, hat er plötzlich die Seite in den Unterlagen gefunden, um weiteren Problemen zu entkommen, auf der meine alte Nummer zu finden war.

Danach hat man einen kurzen Film über unseres Tierheim im Fernseh gezeigt, und es fand sich eine Frau in Moskau
die uns versprochen hat eine Million Rubel für das Tierheim zu spenden.

Zur dieser Zeit hat mich auch Daria gefunden.
Sie kam noch in das alte Tierheim rein und hat angefangen gründlich in jeden Käfig reinzuschauen, was mir gefallen hat.

Und mit ihr kamen irgendwann die Deutschen und Schweizer.

Es war schon später Oktober, als die Behörden um mich endlich aus dem Dorf raus haben zu können, uns für den Tierheim 5 Hektar versprachen. Ich hatte zwar noch gar keine Dokumente gesehen, doch überlegte nicht lange,
auf diesem Feld war noch grünes Gras, Freiheit und niemand würde uns wieder anklagen.
Und ich mit 20000 verfügbaren Rubel für den ganzen Umzug, habe nicht mal nachgedacht.
Was haben schon die Menschen in diesem Land zu verschiedenen Zeiten durchgemacht, nicht zur erwähnen die Tiere, als man sie in den Leninszeiten und Stalinszeiten vernichtet hat.

Die Frau von den Behörden, die sich als Tierfreundin ausgegeben hat und diesen ganzen Umzugsprozess in die Wege geleitet hat,hat 400000 Rubel von der Spenderin aus Moskau überwiesen bekommen.
Für dieses Geld hat sie uns nur das Tierheim umzäunt, zwei alte Metallwagen organisiert( für die sie wahrscheinlich nichts bezahlt hat). Als ich zu spät gemerkt habe,das sie uns beklaut, habe ich 110000 von dem restlichen Geld von
ihr verlangt, und dann mit ihr den ganzen Kontakt beendet.

Der ganze Umzug sah für mich aus wie ein Albtraum. Aus Deutschland kam noch gar kein Geld, wir hatten fast gar keine Räumlichkeiten. Doch schlimmer war die Sache, das ab dem ersten Tag Tiere verschwunden waren.

Erst jetzt verstehe ich was die Behörden mit uns vorhatten. Vom staatlichen Gesetzt muss die Stadt einem Unternehmen wie unseres mit einer Geldsumme unterstützen, der Bürgermeister und alle anderen Beamten haben dieses Geld aber in die eigene Tasche reingesteckt. Deswegen kamen auch die ganzen Prozesse. Aber nicht nur das, sie wollten uns auch jetzt nicht in Ruhe lassen. Ab den ersten Tag brachten unsere Hunde abgeschnittene Köpfe, Pfoten und andere Teile der Tiere zurück ins Tierheim. Lange habe ich gedacht, das dies die nahliegende Gleise in der Nähe das Tierheims gewesen waren, denen unsere Tiere zum Opfer fielen. Im Winter hat die Sache aufgehört, mit Beginn des Frühlings haben die Tiere wieder angefangen zu verschwinden. Eine sehr liebe, zerbrechliche Hündin, mit der ich immer geschlafen habe kam eines Tages nicht mehr zurück. Die andere Hunde schleppten ihren Körper zurück.

Das einzige was ich machen konnte, war alle möglichen Zeitungen und Sender anschreiben.

Ein guter tierlieber Freund Jurij Kurochka, hat einen Film über uns gedreht, wofür er fast sein Job verloren hat, und später so wie so freiwillig aus dem Sender ging. Dort sagte ich die ganze Wahrheit über die Beamten auch das wir bis jetzt keine Dokumente für den Besitz der 5 Hektars Landes gekriegt haben, auch versprach ich, das wir nicht hinter dem staatlichen Geld hersind, das uns eigentlich vorsteht. Nach dieser Sendung waren die Dokumente direkt ins Tierheim geliefert worden.

Ich war 1946 in St Petersburg geboren. Es war kein Krieg mehr, doch ab dem Tag wo ich den ersten armen Hund auf der Strasse hoch hieb um ihn zu retten, habe ich gespürt das es ein langer unfairer Kampf wird.

Zum Beispiel, hat irgendwo ein Hund jemanden gebissen, gibt es dann das Recht gleich alle umzubringen, zu vergiften, lebendig in einen Heizöfen zu werfen. Wir sind doch Menschen, und es muss gestoppt werden, ein alter, behinderter Hund gehört ins Tierheim. Alle anderen müssen kastriert werden und platziert und wenn es nicht geht, zurück auf ihren Lebensraum rausgelassen werden. Doch wie funktioniert es bei uns in Russland, wenn alle schlaffen, hört man um 5.00 morgens Schüsse auf den Strassen. Am morgen kommen die alten Menschen raus um ihre Pfleglinge zu füttern, keiner da.

In der Nähe unseres alten Tierheims hat eine Hündin gelebt, ihr ging es gut draußen, so wollte ich sie nicht bei uns anschließen. Sie lebte unter einem Metallwagen im Hof, im Winter ging ich immer neben ihr vorbei, als sie sich eingedreht geschlafen hat, und flüsterte ihr ins Ohr: Bald kommt der Frühling. Und dann als irgendwann der Frühling kam und wir an einem sonnigen morgen gefrühstückt haben, kam ein sehr lauter Schuss. Wir sprangen auf, gingen in den Hof und sahen wie der Körper der toten Hündin eingesammelt war. Irgendwann haben sich die Menschen beklagt, das diese Vernichtung zu auffällig war. So hat man eine billigere und passende Methode gefunden. Eine Methode die jetzt die Streuner und Wohnunghunde gleichstellte.

Auf unsere Hauptstrasse in der Mitte der Stadt lebten friedlich Ca 6 Streuner in ihren Löchern. Aggressive Hunde in so einer Gegend würden von den Menschen gleich vernichtet, doch diese störten niemanden, man hat sie gefüttert.
Dann kamen die staatlichen Dienste, und haben vergiftete Wurst ausgelegt. Die Hunde verändeten grauenvoll 1,5 Tage. Die Mütter, die Kinder weinten rumherum, doch wer kann so was stoppen, wenn es von den Mächtigsten bestellt wird.

Noch eine Geschichte von einer Hündin Biene. Sie lebte im Keller eines Hauses, wo sie die Menschen gefüttert haben und war eigentlich immer friedlich. Doch dann hat die Hündin 9 Welpen geboren, und plötzlich änderte sich ihr Verhalten, sie hat aus Mutterinstinkten alle angebellt, das sie ja nicht in der Nähe von ihren Kindern kamen. Anscheinend hat sie auch noch eine Frau gebissen, die dort vorbei ging. Diese Frau hat den Dienst gerufen. Statt die Hündin normal umzubringen, hat man sie mit Giftpatronen abgeschossen. Die ganze Strasse war mit ihrem Blut übertrömt, man nahm die Hündin und brach sie mit dem Auto auf einen Mülltonenhaufen. Doch paar Tage später kehrte die halbtote Biene zu ihren Welpen zurück, zur groß war die Angst um ihre Welpen als um ihr eigenes Leben.

Einmal hat ein Auto einen Boxer angeschlagen. Voll verblutet kroch er in Richtung Schule. Die Kinder sammelten sich um ihn, weinten, wollten nicht ins Unterricht. Man rufte die Polizei, um den Hund in mein Tierheim zu fahren. Die Polizei hat das versprechen angehalten und gerade an dem Tag als man den Hund zu uns gebracht hat, hat man eine Sendung über unseren Tierheim gedreht, und die Besitzer von ihm erkannten ihn wieder, so durfte der glückliche wieder zurück zu seinen Besitzern.

Viele Tiere leben in Russland in den Kellern von Hochhäusern. Die Behörden tun diese verschließen, so gehen die Tiere grausam drauf. Eine Bekannte von mir die immer die Hunde gefüttert hat, hat mir einmal ein Loch gezeigt. Der Keller war zugemauert, drin eine Hündin mit ihrem Welpen. 10 Tage, sassen die beiden da, ohne Futter und Wasser. Die Hündin hat mit ihren krallen, alle 10 Tage ein Loch gegraben. In welches beide enflien könnten.

Dann gab es einen Hund von welchem der Besitzer der Lokführer an unserem Hauptbahnhof war. Sein ganzes Leben kam der Hund um den Besitzer dort abzuholen. Irgendwann verstarb der Besitzer, so ist der Hund immer wartend am Hauptbahnhof geblieben. Gutherzige Menschen bauten soagr eine Hütte für ihn, doch er bevorzugte eine Bank unter welcher er immer gelebt hat. Eines Tages hat ihn irgendein Psychopat erstochen, auf dem Körper waren 30 Messerstiche zu sehen.

Doch wir haben auch sehr gutherzige Menschen, meistens Frauen. Eine meine Freundin Vera Grigorjewna, hat immer ihre Katzen im Hof gefüttert, sie hat sie mit dem klang der Schlüssel eingesammelt. Als sie schon über 80 war, und nicht mehr gehen konnte hat sie mit dem Schlüsselband von dem Balkon aus geklingelt, so kamen die Katzen auf ihren Stockwerk angerannt.

Wir haben vor mit dem Einbruch des Frühlings einen Katzenhaus zu bauen, welchen ich dem Menschen wie Vera Grigorjevna widmen möchte. Mein Wunsch wäre, wenn alle Menschen die sich um die Tiere kümmern sterben,
sicher sein können das die Tiere nach ihrem Tod gut aufgehoben werden können.

In unserem Städtchen Abakan, existiert seit kurzem ein ehrenamtliche Quelle Namens Sorge Selbstverständlich
wird sie von jungen Frauen geleitet. Ich unterstütze jede Tätigkeit in diese Richtung.

Zur unseren Zeit sind es meistens Frauen, denen das Schlicksaal der Tiere nicht egal ist. Die Natur hat uns das
Mutterinstinkt geschenkt, wogegen anzukämpfen sinnlos und unnötig ist. Es ist egal ob eine Frau Kinder hat oder nicht,
wenn sie auf ihren Mutterinstinkt hört beschützt sie jeden.

Meine lieben Deutschen und Schweizer Tierfreunde. Wir alle lieben euch und haben lange auf euch gewartet.

Ich habe euch meine Geschichte erzählt wie ich konnte. Der Kampf geht weiter.

Eine Bitte habe ich an euch, wenn ich sterbe möchte ich in der hintersten Ecke des Tierheims begraben werde, so kann ich mein Tierheim auch nach dem Tod beschützen.

Keine Angst ich habe nicht vor zu sterben, meine Tage sind noch nicht gezäht, ich habe noch weitere Aufgaben vor,
auch ein Buch zu schreiben, bis jetzt fehlt mir aber immer die Zeit

Eure Svetlana Konovalowa

 

Hier noch einige Bilder, die Svetlana ihrem Brief beigelgt hat.

 

18.4.2013   

  

 

Svetlana (1 Jahr alt) mit ihren Eltern.

 

 

 

 

 

 

 

Svetlana - links im Bild, mit ihrer Grossmutter ( 14 Jahr alt)

 

 

 

 

 

 

 

Svetlana ist 30 Jahre alt.
Damals hat sie noch an eine Familie und Kinder gedacht. Sie wusste noch nicht, daß es dazu niemals kommen wird.

 

 

 

 

 

 

 

Svetlanas Grosseltern,

beide wurden 105 Jahr alt.

 

 

 

Russische Tierschützer aus Moskau haben einen Film über Svetlana gedreht.
Wir selbst hätten uns darin noch mehr Informationen über Svetlana gewünscht.
Der Film ist sehr lang, aber bitte schaut trotzdem mal rein.
Liebe Tierfreunde,
diesmal hat die Svetlana uns selber einen Brief geschrieben, den ich euch übersetzen möchte.
Es ist schon etwas her, weil es immer dauert bis die Post ankommt,
aber ich möchte es euch trotzdem übersetzten,
weil man nur so verstehen kann wie die Persönlichkeit dieser Frau ist.
Übersetzung von Daria Chudjakowa
Heute ist ein Tag wo die Wahnsinns Kälte milder wurde und ein Weg für leichten Schneefall ermöglichte.
Jetzt kann man das Wetter gerade so ertragen, so setzte ich mich hin um euch ein Brief zu schreiben.

Vor ein paar Tagen wo die Kälte kaum auszuhalten war, brachte man uns eine schwangere
8 Monate alte Rottweiler-Hündin. Ich brachte sie für die Kastration in die Klinik,
doch die Ärzte raten davon ab, sie war zu schwach hatte
mehrere Tage nichts gefressen und legte sich am Strassen-Rand hin um zu sterben.
Gestern bekam sie 11 Welpen, 10 davon hat sie selber zerdrückt, den letzten lebendigen haben wir ihr weggenommen
und legten ihn zu einer anderen Hündin.
Zwei Tage dauerte die Geburt, insgesamt waren es 16 Welpen, die meisten kamen schon Tod zur Welt.
Sie hatte einen sehr traurigen Blick, man könnte annehmen dass sie nicht wollte dass die Welpen
in dieser schrecklichen Welt lebten.

Ausser dieser Hündin haben wir auch noch einen alten Cocker Spaniel der zwischen Leben und Tod schwebt,
er wurde einfach nur alt und deswegen nicht mehr von Menschen gebraucht.
Wir haben ihn fast erfroren auf der Strasse gefunden, 16 Jahre alt und sogar kastriert.
Er heisst Kusja und ist in einem sehr schlechten Zustand und zerlegt sich praktisch beim lebendigen Leibe.
Auch die anderen Nachbarhunde stören ihn, er bräuchte eigentlich einen Einzelplatz und viel Ruhe.
Aber leider kann ich da nur zusehen und nichts machen.

Viele halb erfrorene Hunde brachte man uns über den Winter, die meisten aber findet man
früh am Morgen wenn man zu Arbeit geht - schon erfroren.

In einer Januarnacht haben Heimatlose in der Nähe vom Tierheim Karten gespielt.
Wenn einer von denen verliert gibt es eine Aufgabe über unseren Zaun zu springen
und eines der Tiere zu entstellen. Gott sei Dank sah unser in der Nacht arbeitende Angestellte,
einen Schatten von einem Menschen. Er verschreckte den Heimatlosen, doch es war zu spät,
dieses Biest hat die Pfoten von unserem blinden Schäferhund bis zu den Knochen angeschnitten.
Wir haben ihn auf ein warmes Plätzchen verlegt, jetzt geht es ihm schon etwas besser.


Bei unserem anderen Rottweiler, bei welchem in diesem Sommer die Pfote amputiert wurde,
hat die Wunde angefangen zu eitern, aber es geht ihm schon besser.
Egal wo man hinschaut ist Tier-Elend nicht zu übersehen.


Für solche schwere Fälle wie diese Hunde haben wir immer noch keine passenden Aufnahme-Bedingungen,
immer noch Platzmangel und ein Zaun der so leicht zu überquerbar ist, das diese Menschen-Biester
ohne Probleme reingelangen können.
Im Herbst als wir angefangen haben, manche Tier zu kastrieren, kam es bei manchen Hunden zur Epilepsie
und viele wurden aggressiv. Eine unsere kastrierte Dackel-Hündin wurde sehr aggressiv
und die anderen Hunde erdrückten sie. Sie war nur 8 Monate alt.

Wir brauchen einen extra Raum für die Klinik, in der kranke Hunde aufgepeppelt werden können,
und andere Tiere nach der Kastration sich rehabilitieren können.

Wir bräuchten eigentlich ein festes Steinhaus
mit diesen kältedurchlässigen Holz-Häuschen kann man im sibirischen Wetter nicht viel anfangen,
aber Danke auch dafür,
ohne euch hätte ich das alles nie gehabt und auch für das Futter, wofür wir das meiste Geld ausgegeben haben, aber wir konnten uns das erste Mal echtes Hunde und Katzen geeignetes Futter
über den ganzen Winter leisten.

Ein Traum von mir wäre auch kostenlose Kastration für die Bevölkerung anzubieten,
nur dann würden die Menschen kommen und etwas machen, aber bis dahin müssten wir erstmal
unsere Tiere in Ordnung bringen.

Ihr habt gefragt wie ein normaler Tag von mir aussieht.
Den ganzen Tag versorge ich meine Tiere, nach der letzten Kot Aufräumung gehe ich um 12 Uhr Nachts ins Bett,
in der Nacht stehe ich noch drei Mal auf, um das Auto einzuschalten
(weil es sonst nicht angeht am nächsten Tag) und um die Öfen zu heizen.
Aber ich beklage mich nicht, es sind die Tiere die alle Schmerzen auf sich nehmen.


Was ich schon alles in meinem Leben gesehen habe.
Zum Beispiel Leichen von drei Hunden deren Köpfe mit einem Draht zusammen gebunden waren
um sie anschliessend am Lebendigen Leibe aus Spass zu verbrennen.
Ich habe euch allen schon Bilder geschickt, wo zum Beispiel der Körper von unserer Hündin Täubchen neben dem Tierheim aufgefunden wurde, die Heimatlosen haben sie zuerst umgebracht um dann Fleischstücke von ihrem Körper raus zu schneiden.
Auf den Bildern seht ihr auch die Gesichter von dem dreibeinigen Rottweiler, der Windhündin Donja und Schäferhündin Fitochka. Alle drei müssten noch am Anfang des Winters wegen Platzmangel einen Aussen-Zwinger teilen und haben von der Kälte gelitten. Wir brachten sie in ein warmes Gehege und schon haben sie ganz andere Gesichtsausdrücke.
Im generellen denke ich das unsere russischen Hunde, besonders traurige Augen haben.
Diese Augen sind die Augen von Russland in denen nur Schmerz zu sehen ist.
Und nur ihr - die Deutschen und die Schweizer - seid unser Licht am Ende des Tunnels
zu dem wir hin streben - mit der Hoffnung es irgendwann zu erreichen.

Ich umarme euch, eure Svetlana

2.4.2012

Im Sommer 2011 besuchte das russische Fernsehen Svetlana und berichtete über
sie und ihre Tiere und über die Hilfe von Daria, Martina und Anja.

Hier der Film, der im russischen TV lief:

Erklärung von Daria Chudjakowa
An alle Spender die das Projekt: Das sibirische Tierheim von Svetlana Konowalowa unterstützen.
Damit es keine Missverständnisse gibt, an welche unten aufgeführte Organisation man spenden sollte, damit es auch in Sibirien ankommt, bestätige ich, daß alle diese Vereine eine Erlaubnis haben, Spenden-Eingänge anzunehmen.
Der Verein Mensch-Tier-Spirits-Helvetia.
Tierhilfe Bluemoon & Pfötchenfreunde
Die Fellchenhilfe in Berlin

Alle Spenden-Eingänge werden selbstverständlich auf unserer Homepage: www.dasletztesiebteleben.com
ausführlich und mit Quittungs-Bestätigungen veröffentlicht.
 

 

Nachdem unser Spendenaufruf für Svetlana (aktuelle Rundmail) so gute Resonanz findet

und wir doch einiges an Spenden bekommen haben,

möchten wir auch die - leider nicht so guten - Informationen mit allen teilen.

 

Wir bekamen eine Mail von Daria, die mit Svetlana telefoniert hat.

 

Darin heißt es:

 

Die Svetlana hat vor Ort wieder neue Probleme.

Neben dem Tierheim hat es ein kleines Dörfchen, das aber wegen zu weitem Weg von der Stadt aufgelöst wurde.

Die Mieter haben Wohnungen in der Stadt gekriegt und sind ausgezogen.

Jetzt sind die städtichen Penner in diese Häuschen gezogen und hätten nichts dagegen frisches Hundefleisch zum Abendessen zu bekommen, sie stellen Fangeisen auserhalb des Tierheims auf um Hunde zu bekommen, ein paar kamen nicht mehr zurück.

Die Svetlana versucht diese Fallen über den Tag zu finden und die andren Hunde schliesst sie

in die Hundehütten in der Nacht ein.

Weil diese Idioten keine Angst haben in der Nacht über den Zaun zu klettern und Sachen zu stehlen.

Sie laufen nicht mal weg wenn die Svetlana anfängt zu schreien, sondern bewegen sich schnell

Richtung Zaun und springen hinüber.

Ab jetzt muss sie den Generator die ganze Nacht durcharbeiten lassen,

damit die ganze Fläche beleuchtet wird.

 

 

Wir haben natürlich große Angst um Svetlana und die Tiere.

Aber es entstehen nun auch wieder viel mehr Kosten, weil sie den Generator

auch nachts laufen lassen muß, damit es hell ist, wenn sie alles kontrolliert.

 

Bitte helft auch hier mit einer Spende, damit der Generator nicht ausgeht.

 

Wir werden berichten, wie es weitergeht...

 

....und es geht weiter - mit einer guten Nachricht von Daria, die mit Svetlana telefoniert hat

Daria schreibt:

 

Svetlana hat das Unmögliche geschafft und erreicht, daß das Dorf

- in dem die Obdachlosen wohnten - geräumt wurde.

Nun wird es Stück für Stück abgerissen und bei Svetlana kann wieder Ruhe einkehren. Wir sind sehr erleichtert und froh über diese Nachricht,

bedeutet es doch eine - wenn auch noch so kleine - Sorge weniger.